Das goldene Zeitalter der Geometrie

Platonische Landschaften. Sandra SCHMIDT

Bei den alten Griechen galten die Geometrie und ihre Formen einer höheren Welt zugehörig. Das kann man gelegentlich an sich selber verifizieren.
Vielleicht nicht so sehr durch das Studium der alten Schriften, sondern dadurch, das man sich mit solchen Dingen beschäftigt, sich auf sie einläßt.
Das kann mathematische und zahlenmäßige Züge haben, handwerklich praktische, oder auch ästhetische. Nicht das erbsenzählerische Faktensammeln ist gemeint, sondern mehr die innere Verbindung, in einem umfassenden „Platonischen“ Sinn.
In Momenten der Ruhe kann man dann der Klarheit,  Schönheit und auch der Sinnhaftigkeit der Geometrie inne werden. Ruhe ist dann kein Stillstand, sondern mehr eine innere Aktivität und Steigerung des bewußt beobachteten Sachverhalts. Insofern ist Geometrie einer höheren Welt zugehörig: Geometrie ist nicht materiell. Geometrie strukturiert aber alle Materie.
Und umgekehrt eignen sich besonders eben die materiellen Formen dazu, die Geometrie überhaupt zu veranschaulichen, und damit den Erkenntnisweg anzustoßen.
Die alten Griechen werden das gewußt haben. In unserem heutigen Alltag dagegen ist das oft verdrängt. Allerdings haben wir, was die Alten nicht hatten: Freizeit. Und frei verfügbare Informations- und Kommunikationswege. Insofern steht uns für ein neues goldenes Zeitalter nichts im Wege.
Und wer weiss, vielleicht ist das goldene Zeitalter der Geometrie nicht schon vergangen, sondern steht erst noch bevor. Zumindest verheißen uns dies die Installationen und Bilder von Sandra S. SCHMIDT. Näheres dazu bei dodeca-art.com

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