Globale Zeitzonen

Globus im Bahnhof Stockholm Central
Globus im Bahnhof Stockholm Central

Die Uhrzeit war vormals in erster Linie abhängig vom astronomischen Stand der Sonne bzw. den Traditionen jeweils vor Ort.
12 Uhr konnte mittags sein (höchster Stand der Sonne). Oder die Stunden wurden mit Sonnenaufgang gezählt, mit Sonnen-Untergang, oder nach anderen Gesichtspunkten.
Das Reisen mit der Eisenbahn machte eine Vereinheitlichung der Uhrzeit nötig, denn die jeweilige astronomische Ortszeit von Start- und Zielbahnhof war bei einer Reise von West nach Ost deutlich zu merken.
Man musste das frühere oder spätere Auf- oder Untergehen der Sonne von der tatsächlichen Reisedauer abziehen (Reise von Ost nach West) oder dazuzählen (umgekehrt), um am jeweiligen Ziel in der richtigen Ortszeit anzukommen.
So kam man auf die Idee, den Globus in 24 Streifen für 24 Tages-Stunden einzuteilen, in denen jeweils eine Zeitzone gelten sollte. Dies machte nur noch ein Umstellen an der nächsten Zeitzone nötig – um eine volle Stunde.
Abgesehen von leichten Anpassungen, die nationale und internationale Grenzverläufe berücksichtigen, ist es dabei bis heute geblieben.
In Russland gilt übrigens für die Eisenbahn nur die Moskauer Zeit, weshalb die meisten Bahnhöfe zwei Uhren haben: eine für die Bahn (Moskau), die andere für die Zeitzone, in der der Bahnhof liegt.
(zur Sommer-Sonnenwende 2015)