Himmel über der Ruhr

Himmel über Oktaeder-Skulptur in Wetter (Ruhr)
Himmel über Oktaeder-Skulptur in Wetter (Ruhr)

…und die Wolken zieh’n so schnell vorbei…

PLATO ordnet dem Oktaeder das Element des „Luftigen“ zu. Stellt man das Oktaeder auf die Spitze, so zeigt jede seiner Ecken in eine Raumesrichtung.

Es scheint sich dann offensichtlich besonders wohl zu fühlen im luftigen Element.

Bei dieser Skulptur ruht das Oktaeder auf einer Kante, ebenfalls in der Luft. Und das sieht auch ganz prima aus.

Wer hat diese Skulptur geschaffen? Sachdienliche Hinweise bitte über das Kontaktfeld!

Ikosaeder-Fachwerk

Ikosaeder von Michael Doman
Ikosaeder von Michael Doman

Aus 30 Parkett-Stäbchen lässt sich eine Form machen, die als Ikosaeder (20-Flach) bezeichnet wird. Hier sind es 20 dreieckige Fenster.

Eine besondere Herausforderung hierbei sind die Winkel und das Zusammensetzen der Stäbchen an den Ecken, die hier als Röhrchen ausgeführt sind.

Ikosaeder-Modell von Michael DOMAN.

Begehbare Form

Begehbare Form, Rudolf-Steiner-Schule Dortmund

100 Jahre Waldorfschulen im Jahr 2019 heißt auch: 100 Geometrie-Unterricht an Waldorfschulen. Heute inzwischen fast ein Alleinstellungs-Merkmal.

Rudolf STEINER, der Begründer der Waldorfpädagogik hatte als Schüler in Österreich einen fundierten Geometrie-Unterricht erhalten, der ihm dann später für die Waldorfschule unverzichtbar war.

In einer Welt voller unüberschaubarer Zufälligkeiten kann man in der Geometrie ein Ordnungsprinzip finden durch eigenes Erkenntnisstreben.

Nebenstehende Abbildung zeigt eine begehbare Form, die in einer Schüler-Projektwoche entstanden ist. Sie ist so groß, dass der Kopf eines ausgewachsenen, im Innnern stehenden Menschen im Symmetrie-Zentrum sein kann.

Technische Einzelheiten der Form:

  • 60 + 30 Latten als Kanten
  • 12 x 2 Scheiben mit fünf Löchern
  • 20 x 2 Scheiben mit sechs Löchern
  • 180 Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben
  • Durchmesser ca. 3,6 m
  • und wiegt ca. 120 kg

FALTPOLYEDER

Heute erscheint das Buch FALTPOLYEDER

Ausgangspunkt war eine einfache Form aus 12 symmetral gefalteten Quadraten, die zusammengesteckt ein Oktaeder ergeben.

Nach ca. 15 Jahren Entwicklungszeit konnte diese Technik auf eine Reihe von 5 regulären und 30 halbregulären Raumformen übertragen werden.

Das Buch vom Geometrie-Künstler Alexander Heinz enthält noch viele weitere Raumformen, eine kulturgeschichtliche und eine technische Einführung uvm.

Es ist im Haupt Verlag erschienen und kann über diesen Link auch bezogen werden.

Gasometer Wetter

Gasometer in Wetter-Wengern
Gasometer in Wetter-Wengern

Die einfachste, harmonischste und stabilste Raumform ist die Kugel. Diese Eigenschaft macht man sich vielfach in der Technik zu Nutze: z.B. als Kugellager und bei unterschiedlichem Innen- und Außen-Druck.

Das Gasometer in Wetter-Wengern:
1955 erbaut.
1997 neu angestrichen als Weltkugel
Reservoir: 6.250 Kubikmeter
Durchmesser innen ca. 23 m
Schale: 30,5 mm
max 9 bar Innendruck.
Quelle: structurae.de

Erde – mit Ecken und Kanten

Die Erde - mit Ecken und Kanten
Die Erde – mit Ecken und Kanten

Die Oberfläche der annähernd runden Form der Erde kann auf verschiedene Polyeder-Formen übertragen werden.

Dazwischen liegt ein langer Weg: Satellitenfotos, Datenauswertung, Ausgleich der perspektivischen Verzerrung, das passgenaue Nebeneinanderlegen verschiedener, einzelner Bilder.

Dann müssen noch die Wolken wegretuschiert und alles in eine einheitlichen Färbung/Helligkeit gebracht und an die ideale Kugelform angepasst werden.

Je nach gewählter Form (z.B. Würfel) wird das Bildmaterial schließlich angepasst, d.h. in der richtigen Weise verzerrt.

Nun muß noch eine geeignete Abwicklung gewählt werden, die Klebelaschen an die richtigen Stellen, und alles in eine gebräuchliche Datei verarbeitet werden, die sich zuhause auch ausdrucken lässt, z.B. als pdf. Jetzt erst kann der Modellbauer loslegen.

Carlos A. FURUTI hat auf Basis umfangreicher Daten aus der Weltraumforschung solche Bausätze entwickelt. Auf seiner Seite: progonos.com finden sich diese und weitere Bausätze.
Die nebenstehend abgebildeten Modelle hat Alexander HEINZ nach obigen Vorlangen angefertigt.

Funktion folgt Form II

Radar-Kuppel am ehemaligen Flughafen  Berlin-Tempelhof THF
Radar-Kuppel am ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof THF

Die Konstruktionen von Radar-Kuppeln folgen einfachen geometrischen Gesetzmäßigkeiten, die für Architekten interessant sind.

Alle Flächen, Ecken und Kanten finden sich mehrfach in immer gleicher Weise umgesetzt und erlauben so einen modularen, rationell-effektiven Aufbau.

Zum anderen ist eine solche Form eine sehr gute ebenflächige Annäherung an die Kugelform.

Die ersten modularen Kuppelbauten (Geodätische Kuppel) standen bereits 1924 auf dem Dach für ein Planetarium bei Carl Zeiss in Jena.Vor allem der amerikanische Architekt Buckminster FULLER hat solche Formen nach dem Zweiten Weltkrieg populär gemacht.

Die beistehend abgebildete Radarkuppel hat die Form eines Pyramiden-Dodekaeders. Sie besteht aus 60 gleichen Dreiecken, die an den 32 Ecken zu fünft oder sechst benachbart sind.

Die bekannte Fussballform aus 12 Fünf- und 20 Sechsecken ist das Dualgebilde zu dieser Form, quasi sein geometrisches Gegenteil.